Das Gebäude
Das Hallenbad Nord in Ludwigshafen am Rhein wurde in der jetzigen Form von 1953 bis 1956 errichtet. Das Gebäude basierte auf ersten Planungen des Architekten Heinrich Müller (nicht verwandt mit Rolf Müller-Landau). Durch den zweiten Weltkrieg kam es nicht mehr zur Ausführung seines Entwurfes. Nach dem zweiten Weltkrieg spendete die wieder hergestellte BASF der Stadt eine Million D-Mark, um das Hallenbad zu bauen. Seit 2001 ist das Gebäude kein Hallenbad mehr und steht unter Denkmalschutz. Das Schwimmbecken dienst als Löschwasserrreservoir für das benachbarte Müllkraftwerk, verschiedene Mieter sind eingezogen, so die Event-Location „Freischwimmer“ , die auch wieder die ehemalige Milchbar vermietet, aber auch die IHK.
Die Sauna
Im Untergeschoß des linken Flügels wurde eine öffentliche Sauna eingebaut, wo Rolf Müller-Landau vier Wände gestalten durfte. Er entschied sich für die vier Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. In den Räumen der Sauna arbeitet jetzt die Anwaltskanzlei VSZ. Wir hatte am Tag des Offenen Denkmals 2025 die Gelegenheit, die Werke von Rolf Müller-Landau zu fotografieren.
Die Wände sahen übrigens über viele Jahre hinweg immer wieder einen prominenten Gast, der dort schwitze: der Ludwigshafener Helmut Kohl frequentierte die Sauna regelmäßig, schon zu Zeiten als Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Die Saunagruppe Kohl nutzte die Räume jeden Samstag. Auch später, als Bundeskanzler, blieb Helmut Kohl Stammgast. Im Jahr 2018 berichtete die Rheinpfalz
Erhaltungszustand
Die von Müller-Landau gestalteten Wände sind in einem guten Originalzustand erhalten. Selbstverständlich sieht man ihnen teilweise die Auswirkungen des feuchtwarmen Klimas der Sauna an. Der Raum wird jetzt teilweise zu Freizeit-Zwecken, aber auch zum Arbeiten genutzt. Auf der Webseite der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz kann man die Wände zum Zeitpunkt der Stilllegung der Sauna im Jahr 2001 sehen.
Mehr über Rolf Müller-Landau auf unserer Seite
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